Wer sich ein Stück mallorquinisches Ambiente und balearische Idylle, fernab von Partytrubel am Ballermann, nach Hause holen möchte, hat seit Kurzem Gelegenheit dazu: Wolfgang Sentker und Ralf zur Linde – der Zweitgenannte ist begeisterter Mallorca-Fan – haben das erste Gesellschaftsspiel entwickelt, das sich der spanischen Trauminsel widmet. Laut einem Online-Bericht der „Neuen Westfälischen Zeitung“ wurde das Spiel auf den Namen „Finca“ getauft. Unter einer Finca verstand man früher ein bäuerliches Anwesen, heute ist Finca der geläufige Name für ein Feriendomizil. Eine Partie dauert 45 Minuten und folgt dem Prinzip, dass die Spieler Obst ernten und verkaufen müssen. Sentker erklärt dem Zeitungsportal, dass er kein weiteres Monopoly-Spiel entwickeln wollte, darum bewusst auf die Herstellung von Würfeln oder Karten verzichtet hätten.

Ebenfalls mit Absicht haben sich die beiden nicht den gängigen Klischees – Party, Ballermann, Massentourismus – zugewendet, sondern das Augenmerk auf die traditionelle Schönheit der Insel gelegt. Obstanbau und Idylle statt Betrunkene am Strand, lautete die Devise von Sentker und zur Linde.

10.000 Exemplare wurden hergestellt und sind für 25 Euro im Handel erhältlich. Erste Internet-Bewertungen stimmen die Entwickler glücklich: Viele Spieler seien begeistert von dem Spiel, betont Sentker. Natürlich würde er gerne die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ gewinnen, erklärt der innovative Entwickler, der hauptberuflich seiner Tätigkeit als Bankkaufmann nachgeht, in erster Line verfolge er aber ein ganz anderes – viel bescheideneres – Ziel: „Am meisten fasziniert es mich, wenn andere mit meiner Idee einen schönen Abend haben“, so Sentker.